Kommentar von Wolfgang Lieb (NachDenkSeiten) zu einem Artikel in der SZ

Interessant ist (der Artikel) nur, weil er die Argumentationslinie vorzeichnet, wie die nächste Runde des Sozialabbaus und der weiteren Verarmung breiter Bevölkerungsschichten begründet werden wird.

Es ist immer die gleiche Melodie, nur die Strophen wechseln. Waren es (…) die Globalisierung und die Demografie, welche die „Reformen“ des Sozialstaates „objektiv notwendig“ (Kanzler Schröder) machten, so ist es eben jetzt „die Krise“. Sozialabbau (und Privatisierung der Alters-, Gesundheits- oder Pflegerisiken) sind der immer gleiche Refrain.

Die Politik, die zur Krise führte, wird nicht in Frage gestellt. Die Krise ist wie ehedem die Globalisierung über uns hereingekommen wie ein Unwetter.

Es wird überhaupt nicht in Frage gestellt, dass zur Sanierung der Spekulationsgewinner Milliarden bereit stehen, aber kein Weg daran vorbei führen soll, an den Sozialsystemen einzusparen.

Es wird kein Gedanke mehr dafür verschwendet, wie die Arbeitslosigkeit als entscheidender Faktor für die Engpässe bei den beitragsfinanzierten Sozialsystemen wenigstens gemildert werden könnte. Da scheint für den Autor alles Nötige getan.

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Quelle: www.cagle.com (Pavel Constantin)