Krisengetöse – und die vierte Krise

Vorstellung der neuen Studie Zukunftsfähiges Deutschland in Berlin

… während am selben Tag in London auf dem G-20-Gipfel wortreich lasche und rückwärtsgewandte Kompromisse erfeilscht werden …

… Denn eine realistische Betrachtung der Finanzkrise schließt die Klima- und die Armutskrise unserer Zeit unweigerlich mit ein. Alle drei Krisen sind untrennbar miteinander verbunden, eine wie auch immer geartete Fokussierung auf lediglich ein Detail ist grob fahrlässig und in keiner Weise zukunftsdienlich. Wenn dieses ausschnitthafte Starren auf die Finanzebene dennoch allerorten praktiziert wird, ebenso das einseitige Handeln zur „Rettung“ derselben mit ideenlosen und kontraproduktiven Mitteln, so verdeutlicht das nur eine vierte Krise, die Gesamtkrise der Menschheit im gegenwärtigen Zeitalter, eine Bewusstseinskrise. Aber diese spielt in all dem Krisengetöse keine Rolle, es erfolgt wie gewohnt eine Symptombehandlung, deren schädliche Nebenwirkungen jede auch nur kleinste Heilwirkung verhindern.

… „Der Übergang zu einer post-fossilen Gesellschaft ist die große Herausforderung unseres Jahrhunderts“, so der Kernsatz der Studie, mit welcher eine gesellschaftliche Debatte angestoßen werden soll. Wir leben zurzeit, „als hätten wir vier Erden“ – ein neues Leitbild ist nötig! Mit dem Satz „Gut leben ist etwas anderes als viel haben.“, Forderungen nach einem neuen Primat der Politik, welche „die Richtung vorgeben muss“, während die Wirtschaft „einzig und allein eine dem Menschen dienende Funktion haben darf“, sowie Gedanken zur Entkoppelung von Arbeit und Einkommen, Grundeinkommen und dezentralen Lebens- und Versorgungsformen klingen in dieser Studie auch Lösungsvorschläge für unsere Misere an, die einige neue Bewusstseinselemente ins öffentliche Gespräch bringen.
Nachhaltigkeit ist das Leitbild einer zukunftsfähigen Gesellschaft.“ …

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Quelle: www.info3.de (Astrid Hellmundt)

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